GAIDRA

Kunstweberei

Jakob Schuen setzte im Herbst 1969 als 23-Jähriger den ersten Spatenstich zur Errichtung einer Kunstweberei mit Detailgeschäft und Wohnhaus, zusammen mit dem gleichaltrigen Augustin Alton. Der „Zigeunerplatz“ (lad. Plan di zingaindri), der bis dahin als Campingplatz für Sinti-und Romafuhrwerke gedient hatte, wurde zu einem idealen Platz für den ersten Handwerksbetrieb an der Gadertaler Straße in der Ortschaft Pederoa in der Gemeinde Wengen. Der Platz war die einzige Lichtung im dichten Erlenwald an der Gader (lad. Gaidra), der seinen Ursprung einer großen Überschwemmung im Jahre 1882 verdankte.

Die „Kunstweberei Alton & Schuen“ nahm seine Tätigkeit mit sechs Handwebstühlen am 1. Mai 1970 auf.

Von 1970 bis 1974 wurde ausschließlich auf Handwebstühlen gewebt. In dieser Zeit wurden mehrere junge Weber zu Gesellen ausgebildet. Für kurze Zeit wurden 1974 zwei elektrische Schaftwebstühle im Keller untergebracht, bis 1976 eine neue Werkstatt errichtet wurde, wo die elektrisch betriebenen mechanischen Jacquardwebstühle ihren Platz fanden.

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